
Eva Moeller – Malerei – Von Unruhe zu Form
Mit der Vernissage am 15. Mai wurde die Einzelausstellung in der Galerie GEDOK Berlin e.V., Suarezstraße 57 in 14057 Berlin in Anwesenheit der Berliner Künstlerin und der Kuratorin Bettina Güldner durch die Vorstandsvorsitzende Ortrun Stanzel eröffnet.

Diese Ausstellung steht in der Tradition des Künstlerinnen-Vereins, das Werk prägender Positionen im Berliner Kunstleben sichtbar zu machen und zugleich die Gründungsidee von Ida Dehmel zu würdigen: „Künstlerinnen einen festen Platz im öffentlichen kulturellen Diskurs zu sichern und ihre Arbeiten erfahrbar, diskutierbar und präsent zu machen.“
Im Jubiläumsjahr stellt sich dabei auch die Frage, inwiefern diese Vision heute eingelöst ist.

Eva Moeller, 84 Jahre alt, blickt auf ein eigenständiges und kontinuierlich entwickeltes Lebenswerk zurück. Neben ihrer freien künstlerischen Tätigkeit vermittelte sie ihr Wissen über Jahrzehnte als Kursleiterin an der Volkshochschule in Berlin-Steglitz. Ihre Arbeiten sind eng mit der Stadt verbunden: Berlin wird zum Ausgangspunkt einer malerischen Auseinandersetzung mit Raum, Bewegung und Wahrnehmung. Sie läßt die Stadt auf sich wirken, gestalltet visuelle Effekte.

Ausgehend von alltäglichen Beobachtungen entwickelt Eva Moeller eine Bildsprache, die Architektur, urbane Dynamik und atmosphärische Eindrücke miteinander verbindet. Von ihren ersten Kunstwerken, wie der Holzplastik „Schwingung“, bis zur Malerei heute, die sie immer noch mit hoher Präzension und Überlegung präsentiert und immer noch Spaß an der „Arbeit“ hat.

Ihre Malerei transformiert die visuelle Dichte der Gegenwart in farbintensive, verdichtete Kompositionen. Dabei schwingen Einflüsse der frühen Moderne ebenso mit wie ein wacher, gegenwärtiger Blick auf das Leben in der Stadt.

Bis 07.06.2026 – Öffnungszeiten: Mi–So, 14–18 Uhr
